In schöner Lage zwischen Hügeln und Wäldern, zu beiden Seiten der Heller und des Sottersbaches, liegt Herdorf. Umgeben wird das knapp 7.500 Einwohner zählende "Städt- chen" von Erhebungen wie z. B. dem Stahlertskopf, Hunds- kopf, dem 517 m hohen Windhahn und dem Malscheidskopf (510 m).
Zahlreiche Wanderwege führen durch die Wälder rund um Herdorf, zu Tälern und Höhen mit mehreren Aussichtspunkten und schönem Blick auf den Ort in der reizvollen Mittelgebirgslandschaft. Wegen seiner klimatisch günstigen und landschaftlich schönen Lage ist der Stadtteil Dermbach als Erholungsort anerkannt.
Als "Tor zum Siegerland und Westerwald" hat Herdorf zugleich die Funktionen eines Bindeglieds zwischen Nordrhein-Westfa-len und Rheinland-Pfalz übernommen. Jahrhundertelang lebte Herdorf vom Erz, Basalt und vom Eisen, die den Ort und seine Menschen nachhaltig geprägt haben. Ihre Blütezeit erlebten Bergbau und Hüttenwesen nach Einführung der Dampfmaschine und dem Anschluss an die Eisenbahnlinie Köln-Gießen, womit Her-dorf zu einem pulsierenden Mittelpunkt der Siegerländer Montanindustrie und zu einer bevölkerungsreichen Ortschaft im damaligen Bergrevier Kir- chen-Daaden heranwuchs.